Deutsche Rentenversicherung

Behandlung von Long-/Post-Covid

Aufgrund der aktuellen Lage haben wir es uns zur Aufgabe gemacht auch Long-/Post-Covid Patient*innen in unser Behandlungskonzept aufzunehmen.

Unser Angebot

Die Montanus-Klinik bietet auch die Möglichkeit der Behandlung von Long-/Post-COVID an. Hierfür stehen spezielle diagnostische Möglichkeiten und Therpieangebote zur Verfügung.

Negativer Corona Schnelltest

Seit Januar 2020 gibt es auch in Deutschland die neue Erkrankung - Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2.  In der Folge einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus werden Funktionseinschränkungen der Lunge, des Herzens, Störungen des Geruchs- und Geschmacksinnes, allgemeine körperliche Schwäche und auch seelische Probleme beschrieben. Dabei treten sehr häufig Symptome wie Müdigkeit und Leistungsschwäche (Fatigue-Syndrom), Luftnot unter Belastung auf.  Es werden aber auch anhaltender Husten, Schmerzen, Verlust des Geruchs- und Geschmacksempfinden, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, psychische Belastungen durch erforderliche Isolierungsmaßnahmen, Ängste nach intensivmedizinischer Behandlung und depressive Verstimmungen berichtet. Bestehen die Symptome länger als 4 Wochen spricht man von long-COVID. Dauern die Symptome über 12 Wochen nach der Infektion an und lassen sich nicht durch andere Diagnosen erklären, spricht man von einem post-COVID-19 Syndrom. (S1-Leitlinie Post-COVID/Long-COVID Stand 12.07.2021) Grundsätzlich kann Long/Post-COVID sowohl nach leichten, als auch nach schweren Verläufen auftreten. Letztendlich können diese Probleme verstärkt werden durch Kurzarbeit und Sorge um den Arbeitsplatz. Long/Post-COVID-Erkrankung erfordert eine multimodale und interdisziplinäre Rehabilitation. Wir sehen unsere allgemeinen Aufgaben in der Unterstützung ihrer körperlichen Regeneration, Verbesserung der Alltagsfunktionen und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Rehaziele

Daraus ergeben sich spezifische Rehaziele:

  • Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Kraft und Koordination und Fitness
  • Verbesserung von Atmungsprobleme
  • Schulung zum Krankheitsbild unter Berücksichtigung neuer aktueller Erkenntnisse
  • Unterstützung bei seelischen krankheitsbezogenen Problemen, Unterstützung in der Krankheitsverarbeitung
  • Verbesserung von Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung

Untersuchung

Neben der üblichen ärztlichen Aufnahmeuntersuchung unter Berücksichtigung allgemeinmedizinischer, orthopädischer, neurologischer und psychologischer Aspekte führen wir im Rahmen der Funktionsdiagnostik zusätzlich den 6 Minuten Gehtest zur Bestimmung ihrer Ausdauermobilität und physischen Belastbarkeit und eine Spiroergometrie  durch. Aspekte depressiver Symptome, Hinweise auf Angst- und Schlafstörung, Stress oder eines posttraumatischen Belastungssyndroms finden im psychologischen Eingangsgespräch besondere Berücksichtigung.

Behandlung

Die Behandlung wird ihren individuellen Problemen angepasst. Neben Atemphysiotherapie, Vibrationstraining und einem kontrollierten Ausdauertraining werden Sie ergotherapeutisch betreut bei Einschränkungen Ihrer Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung. Der psychologische Dienst unterstützt Sie in der Krankheitsbewältigung. Zu Themen wie Schlafhygiene bei Müdigkeit,  Stärkung ihrer seelischen Ressourcen, Stressbewältigung erfolgen Einzel- und Gruppenangebote.

Unterschied Long-/Post-Covid

"Long-COVID": Beschwerden, die länger als vier Wochen nach Infektion auftreten oder fortbestehen.

"Post-COVID": Beschwerden, die länger als 12 Wochen nach Infektion auftreten oder fortbestehen.

Grafiken zu Long-/Post-Covid

Spieroergometrie

Die Spiroergometrie auf dem Ergometer ist ein Belastungstest bei dem das Zusammenspiel zwischen dem Herz, der Lunge und der Muskulatur bewertet werden kann. Während der Untersuchung werden bei zunehmender Belastung verschiedene Parameter der Atmung und des Herzkreislaufsystems gemessen. Daraus entwickeln wir Aussagen zu ihrem Fitness-Niveau und  körperlichen Belastbarkeit. Unsere Sporttherapeuten können im Anschluss ihnen einen Trainingsplan zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit aufstellen. Liegt eine krankhaft reduzierte Leistungsfähigkeit vor, dient die Spiroergometrie auch zur Unterscheidung zwischen herz- oder lungenbezogenen Ursachen.